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Faltenschürze,
anfangs
16.Jh
Wieder
einmal war ein Ausflug ins 16. Jh angesagt: Für mein geplantes
Arbeitskleid aus der deutschen Renaissance war eine Faltenschürze
nötig.
Diese Art
der Schürze ist schon auf Bildern aus dem 15. Jh zu finden, jedoch
sind jene Versionen noch weit weniger falten- und stoffreich, wie zum
Beispiel das folgende Altarbild - es präsentiert die Geburt des
Hl. Rochus - aus Nürnberg, St. Lorenz (Ausschnitt) zeigt.

Die gesichteten Quellen aus dem 16. Jh, wie die beiden unten angefügten
Ausschnitte belegen, zeigen weit faltenreichere Konstruktionen, die
relativ weit unten auf der Brust getragen werden und jeweils auf den
Waden enden. Die Falten sind jeweils etwas unter den Trägern nochmals
fixiert und fallen erst danach weit auf.
 
Abbildungen:
Leonhard Beck, Holzschnitt zu St. Veronus (Auschnitt); Albrecht Dürer,
Randzeichnung aus dem Gebetsbuch des Kaiser Maximilians, heute: München,
Staatsbibliothek (Auschnitt).
Ich
habe für meine Variante festes, gebleichtes Leinen genommen. Die
Breite von ca. 140cm habe ich in unzählige kleine Falten gelegt;
die gefältelte Breite beträgt nun noch knapp 10cm. Zwei solcher
Teile habe ich an der Seite zusammengenäht und versäubert
(alles von Hand mit gebleichtem Leinenfaden). Am Ende kamen zwei selbstgefertigte
Bändel hinzu.
Die
ungefähre Schnittzeichnung des Ganzen sieht folgendermassen aus:

Photographien: Atall
INC
2008
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