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Ein weiterer Wams für Hannes, ausgehendes 15. Jh, Schweiz

Ich hatte noch ein kleines Stück der "penetrant-farbenen" Wolle im Schrank herumliegen. Zuwenig für eine Jacke, aber zuviel, um nichts daraus zu machen.
Also erhielt Söldner Hannes einen weiteren Wams.
Der ganze Wams ist mit Leinenfaden handgenäht. Er ist bis auf den Kragen nicht gefüttert. Die Nestellöcher sind mit weissem Leinen unterlegt. Die Nestelschnüre sind wie immer gedüntelt, diesmal habe ich schwarze Wolle, die ich noch irgendwo herumliegen hatte, dafür verwendet.

Ich habe den Wams wieder, bis auf die Ärmel, nach dem bereits bewährten Schnitt zugeschnitten und ihn ohne Probestück direkt auf mich angepasst. Den Kragen habe ich enger gemacht als auf der Schnittzeichnung, die Ärmel bestehen aus zwei Teilen. Der Wams ist kürzer geschnitten als die beiden, die Hannes bereits besitzt. So besteht nun nicht mehr die Gefahr, dass die Hosen nach unten zu rutschen beginnen.
Das Ganze ist überhaus bequem - man muss die Hosen vorne nicht mal mehr zumachen, sie halten absolut fest.

Premiere hatte der Wams am Schloss Spektakel in Burgdorf (Bilder oben).

Photographien: Atall (1), Dominik (2;3), unbekannt (4).

INC 2006