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Gestreiftes Kleid, um 1800

Das Kleid ist aus hauchdünner getreifter Baumwolle im frühen Empire-Stil mit geraden Dreiviertel-Ärmeln und einer kleinen Schleppe, die damals auch bei Tageskleidern üblich war, genäht. Die einzige Dekoration ist ein rosanes Band unter der Brust.
Das Kleid wird im Rücken geknöpft und über einem Unterkleid getragen. Vorne habe ich unter der Brust auf jeder Seite zwei kleine Fältchen gelegt, damit es aussieht, als werde das Kleid durch das Band unter der Brust gerafft. Der Rest der Falten befindet sich auf der Hinterseite unter dem Verschluss.
Für das ganze Kleid habe ich 5m Stoff gebraucht (Breite 1,40m), davon ca. 1m für das Oberteil und die Ärmel und 4m für den Rockteil. Sämtliche sichtbaren Nähte sind von Hand genäht.
Das Unterkleid ist ebenfalls aus dünner Baumwolle gemacht. Es ist ärmellos. Ich habe es so zugeschnitten, dass es ohne Verschlüsse einfach über den Kopf getreift werden kann. So wird vermieden, dass man irgendwelche Knöpfe oder Bänder durchschimmern sieht.

 

 


Ein Originalkleid aus dem Jahr 1800 (heute im Heritage Studio), das mir für das Kleid als Vorbild diente.
Es hat gerade Ärmel, eine kleine Schleppe und wird vorne geschlossen. Letzteres habe ich nicht übernommen - obwohl es sich im Nachhinein als einfacher zum Selberanziehen erwiesen hätte.
Wahrscheinlich war die ursprüngliche Farbe etwas heller, und das Kleid ist im Laufe der Zeit nachgedunkelt.

 


Bevor ich mit einem Kleid beginne, mache ich in der Regel eine Zeichnung des geplanten Kleides inkl. einer Skizze des ungefähren Schnitts. Hier die Zeichnung dieses Kleids.

Zuletzt das Kleid als Aschenputtels Ballkleid (Märcheninstallationen im Schloss Kyburg):

Photographien: Atall (1;2;6), Sandra (3;5), Argan (4).

Letzte Aktualisierung: INC Januar 2006